Ein Druck muss nicht flach sein. Wir bauen Farbe und Lack in Schichten auf – bis zu drei Millimeter hoch. So entsteht eine Oberfläche, die man fühlt: als Pinselstrich einer Reproduktion oder als ertastbare Linie eines Lageplans. Beides entsteht auf derselben Maschine, im selben Durchgang wie der Druck.
Reliefdruck und
taktile Pläne
FÜR AUSSTELLUNG UND ORIENTIERUNG.
Taktile Pläne, Reliefgrafiken und ertastbare Beschriftung entstehen im UV-Direktdruck: erhabene Linien, Flächen und Schrift auf weißer Aluverbundplatte oder jedem anderen starren Material mit glatter, heller Oberfläche.
Was sich taktil sinnvoll darstellen lässt, entscheidet die Vorlage. Eine Karte mit fünf Ebenen wird unter den Fingern zu Brei — wir sagen vorher, was trägt und was weggelassen gehört. Das ist die eigentliche Arbeit an einem taktilen Plan; das Drucken ist der einfachere Teil.
Einen Hinweis geben wir lieber vorher: Barrierefrei ist ein Gebäude oder ein Leitsystem, nicht ein Druck. Wir liefern einen Bestandteil davon — sauber gefertigt und mit dir abgestimmt. Wenn du ein Leitsystem planst, Beschilderung herstellst oder eine Ausstellung einrichtest: Der Druckteil kommt von uns, Planung und Montage bleiben bei dir.
FÜR KUNST UND REPRODUKTION.
Ein gedrucktes Bild kann die Machart des Originals mitbringen: Pinselstrich, Spachtelkante, Papierstruktur. Wir bauen diese Struktur schichtweise auf, passend zum Motiv — auf Aluverbund, Hartschaum, PS-Platte oder schwerem Karton.
Was wir nicht machen: das Original abfotografieren oder scannen. Du bringst die Datei, wir bringen sie in die dritte Dimension.
RÄUMLICHE TIEFE OHNE RELIEF.
Neben dem Aufbau in Schichten können wir winzige Linsen drucken. Aus dem richtigen Blickwinkel entsteht Tiefe, wo eine glatte Platte liegt. Das Verfahren läuft auf Acrylglas – und zwar besser auf extrudiertem als auf gegossenem, weil dessen gleichmäßigere Dicke die Linsen scharf hält.
WIE ES ENTSTEHT.
Jede Schicht wird einzeln gedruckt und sofort ausgehärtet, von der kleinsten Fläche zur größten. Diese Reihenfolge ist kein Detail: Baut man andersherum auf, bekommen die Flanken sichtbare Stufen statt weicher Übergänge. Zum Schluss kommt auf Wunsch eine Lackschicht – glänzend oder matt.
WAS WIR FÜR DIE DATEI BRAUCHEN.
Die erhabenen Elemente gehören als eigene Ebene ins PDF, nicht als Effekt im Bild — jede Aufbauhöhe eine Ebene. Vektoren sind dabei besser als Pixel, klare Kanten besser als weiche Verläufe. Alles Weitere zu Farbe, Auflösung und Konturen steht auf unserer Seite zu den Druckdaten.
Wenn du unsicher bist, schick uns, was du hast. Wir sagen dir, was daraus wird, bevor Kosten entstehen.
Den Untergrund liefern wir gleich mit: Schilder und Platten in Aluverbund, Forex oder Acrylglas. Konturen und Aussparungen schneidet der Laser — Laserschneiden.

